CURA und CuraCoin - für eine ergänzende Care-Wirtschaft, die uns allen dient.

Die Wirtschaft prägt unser Leben und sie treibt uns an. Viele Menschen spüren: So wie unsere Wirtschaft heute funktioniert, wird es immer problematischer. Wachstum ohne Grenzen, hoher Verbrauch von Rohstoffen und harter Wettbewerb führen zu Ungleichheit, schaden der Lebenswelt und bergen Risiken für bewaffnete Konflikte. Die Staatsausgaben für Sozialleistungen und Altersvorsorgen steigen und damit forciert sich auch das Wirtschaftswachstum weiter. Die globalisierte Wirtschaft folgt einem Geld- und Wertesystem, das Wachstum erzwingt und von Rendite abhängig ist.

CURA ist ein Projekt für zukunftsfähige Formen von Care- und Bedarfswirtschaften. Mit der Komplementärwährung CuraCoin werden überschaubare Marktformen direkt aus den Zivilgesell­schaftenheraus organisiert und gefördert.

Der CuraCoin ist eine Währung „von unten“, die durch reale Gegenwerte geschöpft wird. Wirtschaft beginnt nicht erst in Unternehmen und formellen Märkten, sondern bereits im Alltag: in Haushalten, Nachbarschaf-ten und lokalen Gemeinschaften. Tätigkeiten wie Pflegen, fürsorgliche Präsenz oder Familienarbeit schaffen reale Werte, bleiben im bestehenden Wirtschaftssystem jedoch weitgehend unsichtbar und unvergütet. CURA-Bedarfswirtschaften setzen genau hier an. Sie zielen darauf, alltägliche, gesellschaftliche Tätigkeiten wirtschaftlich relevant zu machen. Im Zentrum stehen Care-Arbeit, persönliche Präsenz sowie wirksame Umsetzung nachhaltiger gesellschaftlicher und ökologischer Lebensweisen. Entschleunigung ist dabei keine Nebenwirkung, sondern eine Voraussetzung.

Die Komplementärwährung CuraCoin startet mit Deiner Unterstützung

Wirtschaft und Handel haben einen entscheidenden Einfluss auf unseren Alltag und auf unsere

Lebensweisen. Sie prägen unsere Kulturen und sie entfalten grosse Wirkungen für die gesellschaftliche Entwicklung und die Ökologie unserer Lebenswelt.

Die aktuelle Wirtschaft mit dem damit verbundenen Geldsystem, ist einseitig gewinnorientierten

Finanzsystemen geführt. Deren Methode der Geldschöpfung, das sogenannte Fiat-Geld1,

bewirkt den industriell getriebenen Expansionszwang2 mit den allseits sichtbaren Schäden in der gesamten Lebenswelt.

Die Alternative zur Expansionswirtschaft ist eine Wirtschaft, die sich am grundlegenden Bedarf

der Gesellschaften orientiert: Regionale Produktion und Gewerbe, Care-Dienste, Gesundheits-

vorsorge, vielfältige Kultur im Alltag, mehr Zeit für persönliches Tun. Mit der Komplementärwäh-

rung3 «Carea» und der gleichnamigen Plattform für Austausch und Wertaufbewahrung kannst Du

Wege mitgehen, um direkten gesellschaftlichen Nutzen und ehrliche Nachhaltigkeit mitzuentwi-

ckeln und zu gestalten. Dein persönliches Engagement ist dabei wichtig.

«Carea» wird «von unten» geschaffen, basierend auf den realen und vielfältigen Beiträgen seiner

aktiven Nutzenden.

Gerne kannst Du «Carea»4 unterstützen mit Deinen Fähigkeiten oder mit einem Geldbetrag.

Damit eine elektronische Plattform des Austausches bald starten kann.

***

1 «Fiat» (von lateinisch «es werde») deshalb, weil der Gegenwert des durch Kredite geschöpften Geldes erst noch erfüllt werden muss. Die Gewinnerwartungen verursachen mit der Ausdehnung der Geldmenge den Expansionszwang der Wirtschaft.
2 Mathias Binswanger „Der Wachstumszwang“- Wiley-VCH Verlag 2019
3 Komplementärwährungen und Zeitaufbewahrungssysteme sind Alternativen zum herkömmlichen, durch das herrschende Geldsystem, das die Industriewirtschaft antreibt. Sie helfen Menschen auf eine einfache und persönliche Art, sich in einer ökologisch und sozial nachhaltigen Wirtschaftsweise zu verbinden. In solchen unabhängigen und leicht zugänglichen Systemen entstehen neue Formen des Wachstums, die genügsam und kreativ sind, sowie neue Lebensqualitäten ermöglichen.
4 Ab Dezember 2024 erscheint die ausführliche Erklär-Schrift, das Kompendium zu Carea. Eine Einführung findest Du als PDF

Roger P. Fischer: www.cura-coin.net

Portrait 06
Roger Peter Fischer

Roger P. Fischer ist Ingenieur und Baubiologe mit langjähriger Praxis in ökologischer Bauweise mit partizipativer Feldforschung. Seine Arbeit mit Lehm- und Selbstbautechniken machte ihm die die Bedeutung lokaler Ressourcen, gemeinschaftlicher Prozesse und regionaler Wertschöpfung deutlich.

Aus dieser praktischen Erfahrung heraus verlagerte sich sein Fokus auf ökonomische Fragen; insbesondere auf Geldsysteme, Komplementärwährungen und die geselllschaftlichen Folgen der Geldschöpfung.

 

Nach oben scrollen